In Europa werden 40 Prozent der insgesamt verbrauchten Energie in Gebäuden genutzt, deshalb befasst sich auch die Europäische Union vorrangig mit der Energieeffizienz von Wohnungen und öffentlichen Einrichtungen. Die Einführung der energetischen Zertifizierung ist für alle Mitgliedsstaaten verpflichtend.

Webseite: http://tanusitvany-szentes.hu/

Warum wird das benötigt?

Wenn Sie ein Haushaltsgerät oder ein technisches Produkt kaufen, können Sie darauf auch sehen, wie die energetische Einstufung lautet, und erhalten so Informationen darüber, wie wirtschaftlich oder verschwenderisch das jeweilige Gerät ist. Aus demselben Grund wurde dies auch bei Immobilien eingeführt, damit jemand, der eine Immobilie kaufen möchte, angemessene Informationen darüber hat, wie effizient der Energieverbrauch der von ihm ausgewählten Immobilie ist.

Das Ziel der Regulierung ist es, langfristig den Energieverbrauch der Gebäude zu senken, wozu das Zertifikat als authentischer Informationsträger eines der besten Anreizinstrumente ist.

Ende Juni 2008 erschien auch in Ungarn die Regierungsverordnung 176/2008 über die Zertifizierung der energetischen Eigenschaften von Gebäuden. Die Verordnung regelt, in welchen Fällen, für wen und unter welchen Bedingungen das Zertifikat erstellt werden muss, wer es erstellen darf und wie viel die Zertifizierung kostet. Ab dem 1. Januar 2009 ist das Energiezertifikat für die Inbetriebnahme bzw. Vermietung von neu gebauten Immobilien verpflichtend.

Bei gebrauchten Immobilien muss ab dem 1. Januar 2012 ein Zertifikat beim Verkauf bzw. bei der Vermietung erstellt werden.

Das Zertifikat informiert am meisten darüber, wie hoch der jährliche erwartete Energieverbrauch basierend auf dem technischen Zustand des jeweiligen Gebäudes (Isolierung, Heizsystem, Wärmeverluste) sein wird. Wenn für den Betrieb unserer Wohnung, also für Heizung, Kühlung, Warmwasserbereitung mehr Energie benötigt wird, als die aktuellen technischen Anforderungen vorschreiben, dann fällt unsere Immobilie unter die Kategorie „C", wenn weniger, kann eine bessere Kategorie „A+", „A" oder „B" vergeben werden.

Wer kann ein Zertifikat ausstellen?

Die Zertifizierung kann von Zertifizierern durchgeführt werden, die in das Register der Ungarischen Ingenieurkammer oder der Ungarischen Architektenkammer aufgenommen wurden. Für die Ausstellung des Zertifikats muss der Fachmann eine Ortsbegehung durchführen, um die Daten zu erfassen, auf deren Grundlage er die Einstufung vornimmt.

Während der Erhebung untersucht der Fachmann: die Größe der abkühlenden Flächen, die Wärmebrücken, die wärmetechnischen Parameter der Wände, Böden, Decken und Fenster/Türen, die Belüftung des Gebäudes sowie das Heizungs-, Lüftungs- und Warmwassersystem.

Die energetische Einstufung des Gebäudes wird auf Grundlage der Vor-Ort-Datenerfassung und einer vorab festgelegten Berechnungsmethodik bestimmt. Die Berechnung wird in der Regel durch Software unterstützt, sodass wir die Bewertung unserer Wohnung innerhalb weniger Tage erhalten können.

 

Die häufigsten Fälle, in denen die Erstellung eines energetischen Zertifikats erforderlich ist:

  • Für die Nutzungs genehmigung von neu gebauten Wohnimmobilien,
  • Bei Eigentumsübertragung (Verkauf) eines bestehenden Gebäudes oder einer selbstständigen Nutzungseinheit gegen Entgelt
  • Bei Vermietung eines bestehenden Gebäudes. (Bei Vermietung einer selbstständigen Nutzungseinheit muss ein Zertifikat für Mietverträge ausgestellt werden, die nach dem 31. Dezember 2015 abgeschlossen werden.)
  • Bei Gebäuden in öffentlicher Nutzung und im Staatseigentum mit einer Nutzfläche von mehr als 500 m2.
  • In welchen Fällen muss kein Zertifikat erstellt werden? (häufigste Fälle)

  • für ein Gebäude mit einer Nutzfläche von weniger als 50 m2 (bei Eigentumswohnungen muss selbstverständlich auch für eine Wohnung unter 50 m2 ein Zertifikat erstellt werden)
  • für ein Gebäude mit landwirtschaftlicher Zweckbestimmung
  • für ein Gebäude mit Werkstatt-Zweckbestimmung
  • für ein Gebäude, das für weniger als 4 Monate pro Jahr genutzt wird
  • für ein Gebäude, das für höchstens 2 Jahre Nutzung geplant ist
  • für ein Gebäude mit religiöser Zweckbestimmung
  • für ein Gebäude, das durch Rechtsvorschrift unter Schutz gestellt wurde
  • Außerdem muss in folgenden Fällen ebenfalls kein Zertifikat erstellt werden:

  • bei einem neuen Gebäude bei Eigentumsübertragung vor der Nutzungs genehmigung (Meldung)
  • wenn ein Eigentümer, der bereits einen Teil des Eigentums an derselben Immobilie besitzt, gegen Entgelt einen weiteren Eigentumsanteil erwirbt
  • bei Schenkung (die Eigentumsübertragung erfolgt nicht gegen Entgelt)
  • Was ist mit dem Zertifikat zu tun, wem ist es zu übergeben, in wie vielen Exemplaren wird es erstellt?

    Das Zertifikat wird in einem Exemplar erstellt, da dieses zur Immobilie gehörende Dokument sich immer im Besitz des aktuellen Eigentümers befindet. Sie müssen es spätestens bei Unterzeichnung des Kaufvertrags dem neuen Eigentümer vor dem Notar übergeben. Die Übergabe wird vom Notar zusammen mit der Zertifikats-ID im Vertrag dokumentiert. Wenn dies geschehen ist, haben Sie Ihre in der Regierungsverordnung formulierten Pflichten erfüllt. Das Zertifikat wird übrigens 10 Jahre lang in digitaler Form aufbewahrt, sodass es später – auf Wunsch – jederzeit zur Verfügung gestellt werden kann.

    Welche Bewertungsklassen gibt es?

    Die energetische Qualität ist in jedem Fall durch das prozentuale Verhältnis des zusammengefassten energetischen Kennwerts des untersuchten Gebäudes zu dem zusammengefassten energetischen Kennwert eines Gebäudes gleicher geometrischer Abmessungen und Zweckbestimmung, das gerade die Mindestanforderungen erfüllt und als Bezugsbasis dient, zu kennzeichnen.energetikai-tanstvny-800x600

     

  • A+ <55 Besonders energiesparend
  • A 56-75 Energiesparend
  • B 76-95 Besser als Anforderung
  • C 96-100 Entspricht der Anforderung
  • D 101-120 Annähernd an Anforderung
  • E 121-150 Besser als Durchschnitt
  • F 151-190 Durchschnittlich
  • G 191-250 Annähernd an Durchschnitt
  • H 251-340 Schwach
  • I 341< Schlecht
  • Sehen wir drei Beispiele:

    A+: Dieses Buchstabenkennzeichen beschreibt die energetisch besten Gebäude. Diese verbrauchen am wenigsten Energie. Dazu gehören auch Passivhäuser, aber in die Kategorie passen durchaus auch Gebäude mit schlechteren Kennwerten als ein Passivhaus.

    C: Nach den aktuell geltenden Normen kann für ein Gebäude in einer schlechteren Kategorie keine Baugenehmigung erteilt werden. Das ist das Minimum, das jeder Bauherr erfüllen muss. Dies betrachtet die Verordnung als Basis (100%), dazu werden die Kennwerte der anderen Klassen ins Verhältnis gesetzt. Z. B. beträgt der zusammengefasste energetische Kennwert eines Gebäudes der Kategorie „A" 56-75% desjenigen eines Gebäudes der Energieklasse „C".

    F: Durchschnittliches ungarisches Gebäude.

    Wie lange ist das Zertifikat gültig?

    Das Zertifikat ist 10 Jahre gültig.

    (Ausgenommen, wenn innerhalb dieser Zeit eine energetische Qualität beeinflussende Renovierung am Gebäude durchgeführt wurde oder sich durch eine Gesetzesänderung der Referenzwert geändert hat, der die Grundlage der Einstufung bildet)

    Der Ablauf der Zertifizierung:

    • Vor-Ort-Erhebung, falls erforderlich: Beschaffung von Plänen, Identifizierung von Konstruktionen
  • Identifizierung der gebäudetechnischen Systeme
  • Durchführung der gebäudeenergetischen Berechnungen
  • Erstellung des Zertifikats, Formulierung von Maßnahmenvorschlägen
  • Warum lohnt es sich, ein Zertifikat erstellen zu lassen?

    Aus dem energetischen Zertifikat können Sie erfahren, mit welchen Energiekosten Sie rechnen können, und anhand des Vorschlags des Fachmanns wird klar, welche energetische Modernisierung sinnvoll ist. Wenn Sie als Verkäufer das Zertifikat erstellen lassen, stellt sich heraus, ob es sich lohnt, vor dem Verkauf eine Modernisierung durchzuführen, mit dem Ziel, den Preis der Wohnung zu erhöhen. Die in der Anzeige angegebene höhere energetische Einstufung erhöht die Verkaufsfähigkeit. Die vom Fachmann erstellte korrekte energetische Fachmeinung erhöht das Vertrauen.

    Im Interesse des Käufers liegt es, das Zertifikat anzufordern, da er so Informationen über die zu erwartenden Energiekosten erhält. Bei der Auswahl zwischen mehreren Immobilien kann dies die Entscheidung erleichtern. Innerhalb einer Eigentumsanlage kann zwischen den einzelnen Wohnungen ein Unterschied von mehreren Kategorien bestehen, etwa zwischen der energetischen Einstufung einer geschützten Mittelwohnung und der Eckwohnung. Dies spiegelt sich naturgemäß auch in den Energierechnungen wider. Es ist daher wichtig zu wissen, dass das Zertifikat für das gesamte Gebäude erstellt werden kann, aber auch für jede Wohnung einzeln.

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